Lady Crooks hat es ihrerseits in den Raum gestellt, was momentan auch mich umtreibt:
Sind wir Frauen letztendlich kindererziehungsverantwortungstechnisch immer der Arsch, während sich die Männer die Rosinen rauspicken?
Ich kann das leider nur bestätigen.
Exmann war nie ein schlechter Vater. Ok, es lief alles ziemlich traditionell ab, will heissen: Ich habe in der Hauptsache den Kinderalltag mit allem Drumunddran gewuppt, während er die Brötchen verdiente.
Nach Feierabend legte er nicht die Beine auf den Couchtisch, sondern kümmerte sich mit um die Kinder (Mal davon abgesehen hatte ich als Mutter auch einen 24-Stunden-Job).
Die an die Substanz gehenden Erledigungen und die davor getroffenen Entscheidungen, besonders in Bezug auf den "schwierigen" Rebellen erledigte und traf ich - und ich denke, er war ganz glücklich darüber, denn schließlich, sein O-Ton Hast du diesen Beruf ja gelernt.
Selbst zu Zeiten, als wir in Trennung lebten, funktionierte das Kinderbetreuungskonzept noch einigermaßen gut: Er sprach mit mir ab, wann er, vor allem abends, seine Termine hatte und wer wann zuständig ist.
Mit Wirkung des sofort rechtskräftigen Scheidungsurteils hat sich mein Exmann gleichzeitig auch von seinen Kindern scheiden lassen.
Es finden keine Absprachen mehr statt, er unternimmt keine Anstrengungen mehr etwas mit den Kindern zu unternehmen, er sitzt dem Irrglauben auf, dass die Kinder auf ihn zukommen sollen, wenn sie etwas von ihm wollen.
Mit jeder Geste lässt er mich abfällig spüren, dass dies nun mal die Konsequenzen sind, die ich zu tragen habe, weil ich die Trennung wollte.
Dass er dabei in erster Linie seine Kinder verletzt nimmt er billigend in Kauf.
Die Kinder als Waffe gegen mich...
Ich weiss, dass er nicht glücklich über diese Situation ist: Nicht ohne Grund hat er die Beziehung zu seiner neuen Traumfrau auf Eis gelegt, damit beide erst mal ihr Leben ordnen können.
Es ist aber nicht nur so, dass er sich völlig herausnimmt in Beziehung auf Kindererziehung/betreuung.
An diese Tatsache könnte ich mich gewöhnen.
Nein, er macht kuriose Pläne, bespricht diese mit den Kindern, verspricht ihnen Dinge - und verbietet ihnen mir etwas davon zu erzählen, weil ich sonst hysterisch und überzogen reagiere.
Somit kommen die Kinder in einen Riesenloyalitätskonflikt, die vor allem die Kleine nicht verkraftet und irgendwann mit mir darüber reden will, ja MUSS.
So geschehen vor zwei Wochen: Exmann erzählt der tiervernarrten Tochter, dass er in die Wege geleitet hat, wieder auf den alten Bauernhof zu ziehen, auf dem er aufgewachsen ist - fernab von Schulbus und Zivilisation. Ex-SM soll in die obere Wohnung ziehen (was mir beweist, dass er sich niemals von ihr lösen kann) und zur Krönung und unter der Bedingung höchster Verschwiegenheit hat er seiner Tochter einen Hund versprochen ... sollte sie zu ihm ziehen.
Tochter war tagelang neben der Spur, was ich vor allem an ihrem wieder auftretenden Hüstel-Tic bemerkte.
Irgendwann platzte es aus ihr heraus und sie erzählte mir, was sich im Hintergrund zusammenbraut.
Sie meinte, dass ich aber keinesfalls Papa etwas davon erzählen darf, dass ich nun Bescheid weiss, denn sonst würde sie Riesenärger mit ihm bekommen.
Es kann sich niemand vorstellen, was für eine Riesenwut ich im Bauch hatte!
Ich stellte Ex zur Rede, er unterstellte mir natürlich wieder Hysterie und kam mit Ausreden, dass es seine Sache sei, was er mit den Kindern bespricht und dass mich das alles rein gar nichts mehr anginge.
Mein Einwand, dass er planen kann, was er will, es aber unterlassen soll, die Kinder dermaßen konfus zu machen und in einen Konflikt zu stürzen, wiegelte er ab. Tochter sei eben "zufällig" bei ihm gewesen, als er das mit dem Bauernhof abcheckte.
Die Folge war, dass meine Tochter natürlich sauer auf mich war, weil sie, durch meine Schuld, das "Versprechen" brach und ihr Vater davon wusste.
Ich hätte schreien können!!!
Manchmal könnte ich hier im Viereck rennen!
Und alles kann ich dann wieder einigermaßen geradebiegen, während er sich herausnimmt.
Ich hoffe, dass endlich bald die neue Finanzierung steht und er endlich auszieht...
Das/die Kind/er als Waffe.
AntwortenLöschenGenau das läuft hier auch. Er nimmt die Süße als Geisel um von mir Dinge zu bekommen die ich nicht bereit bin zu geben. Wenn ich nicht das mache was er will (im Grunde ist es einen auf heile Familie machen), bin ich Schuld, wenn es der Süßen schlecht geht.
Männer mit verletztem Ego sind fürchterlich!
Das Schockierende ist, dass das verletzte Ego noch nicht mal gegen das Wohl des Kindes ankommt.
LöschenSomit muss es übermenschlich verletzt sein!
Und da bringst du mich auf was: Solange es hier, zumindest für entfernte Außenstehende, noch nach "heiler Familie" aussah, hielt er den Ball flach...
Erschreckend, was es in Männern auslöst, wenn die Fassade fällt!
Merkst du was?
LöschenBei meinem Ex wurde es schlimm, als ich ihm mitteilte, dass ich einen neuen Freund habe.
Da wurde es gaaanz schlimm!
Ja und sie sind sich wohl selbst die nächsten. Sagte ich heute bereits schon einmal zu einem Mann, fällt mir gerade auf;-)
Hier dasselbe....
LöschenSolange ich nach außen noch das brave Muttchen gab, war alles im Rahmen.
Dass es innerlich in mir kochte und brodelte und ich auch keinen Hehl daraus machte, tat nichts zur Sache.
Wichtig ist, was die Leute denken...
Weißte was, such dir Hilfe beim Jugenamt oder lass ihm das per Anwalt mitteilen. Dann ist es dokumentiert.
AntwortenLöschenIch weiß, wovon ich rede, ich hatte auch so eine Knalltüte.
Daran hab ich auch schon gedacht...
LöschenIch werde die Umgangsvereinbarung übrigens auch beim Jugendamt hinterlegen...
LöschenMal sehen ob es was hilft...