Ich muss mich mal eben auskotzen, sonst platz ich oder stell mich schreiend auf den Balkon.
Das Schauspiel ist jeden zweiten Sonntagmittag Punkt 12.30 Uhr dasselbe: Entweder fährt Exarsch oder seine Dirndlmaid (oder beide zusammen) im sonntäglichen Spießerlook hier vor und hupt, um seine ebenso gestriegelten Sonntagskinder abzuholen, die dann bei ihm das Mittagessen kredenzen (welches seine hausfraulich offensichtlich begabte Trulla mit einer Hingabe fabriziert, während es bei mir derzeit nur Dosenravioli und Fertigpizza gibt), um dann kurz nach 15 Uhr wieder hier abgeladen zu werden.
Macht summa summarum durchschnittlich 1 1/4 Stunden pro Woche abgeleistete Vaterpflichten.
Nee, Moment, ich vergaß die wöchentliche Dreiviertelstunde, die er seine Tochter zum Reiten fährt und wieder abholt.
Diese Aktionen sind für ihn Grund zu sagen, dass er sich überaus fürsorglich um seine Kinder kümmert.
Und der Rebell? Der Kerl ist letzte Woche nun schon zum zweiten Mal durch die theoretische Führerscheinprüfung gerasselt. Das erste Scheitern war meines Erachtens nach berechtigt, denn er meinte, er könnte diese Pillepalle auch ohne Lernen schaffen und er sah sich einfach auf der Sonnenseite des Glücks.
Das zweite Mal hat er gebüffelt. Und jeden Abend nahm ich mir eine Stunde Zeit, um mit ihm zu lernen (schadet schließlich auch mir nicht; ich war auch nicht mehr so verkehrstauglich).
Ich pfiff auf dem letzten Loch, aber ich tat`s trotzdem. Vielleicht einfach weil ich seine Mutter bin.
Exarsch startete am Abend nach der vergeigten Prüfung seinen Informationsanruf und faltete seinen Junior erst mal ordentlich zusammen.
Konstruktive Vorschläge es das nächste Mal zu schaffen und eventuell einen gemeinsamen Vater-Sohn-Lernsonntagnachmittag anzupeilen? Fehlanzeige!
Der Trottel ist so Panne, dass ich es nicht in Worte fassen kann.
Der Rebell rebelliert gegen seinen Vater, boykottiert ab und an die sonntäglichen Mittagessaktionen und findet es zum Kotzen, dass sich sein Vater verhältnismäßig mehr um seine immer hübscher werdende Vorzeigetochter kümmert. Außerdem verletzt es ihn, dass sein Vater seinen Unterhalt einfach gekürzt hat "Noch nicht mal das bin ich ihm wert..."
Und ich stehe jeden zweiten Sonntag mit meiner Wut und Ohnmacht hilflos da; die ganze verdammte Last und Verantwortung droht mir oftmals die Schultern zu brechen.
Ich hänge dann die Wäsche auf, putze, was hier so die Woche über liegengeblieben ist (und das ist einiges) - und sehe Exarsch draußen wie ein Gockel vor dem Haus auf-, und abmarschieren .... und denke: Kerl, ich würde bei dir gerne mal die Domina geben und dich mit einem Dauerkatheter von Arbeit an der Stoßstange deines Protzautos strangulieren.
....Oder ich poste eben solche Postings.
Danke, Gemeinde!
Immer wieder gerne leihe ich Dir mein Ohr!
AntwortenLöschenSo ein Depp!
Einfach nur mal in den Arm nehm und drück.
AntwortenLöschenReg dich bitte nicht so sehr darüber auf, helfen tut es nicht und letztendlich schadet es nur dir selber und deiner Gesundheit.
Ex..... will nur dumme Machtspielchen spielen. Und da stehst du doch locker drüber.
Das Verhalten des Vaters geht mit Sicherheit nicht spurlos an deinen Kindern vorbei. Irgendwann werden sie merken, wass ihr Vater für einer ist. Im günstigsten Fall werden sie ihn irgendwann spurlos aus ihrem Leben streichen (so geschehen mit meinen Kindern), denn wer will schon so einen Vater?
Also lass ruhig die Zeit für dich arbeiten. Deine Kinder wissen ganz genau, welches Elternteil wirklich zu ihnen steht und für sie da ist und welches nur so tut als ob.
LG Susanne
...lass einfach raus ;-)
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