Samstag, 7. März 2015

Nothing more to say



Du scheinst dir meiner Konsequenz und der Endgültigkeit bewusst zu sein und postest lädierte Herzen, mit Nadeln gepeinigt, von Narben übersät und blutend.
Du leidest jetzt.
Ich habe fast 1 1/2  Jahre gelitten, in schmerzhaften wohldosierten Einzelgaben.
Die wirklich glücklichen Momente kann ich an einer Hand abzählen und sie wiegen niemals die traumatischen Erlebnisse mit dir auf.
Warum ich niemals öffentlich darüber geschrieben habe?
Weil ich mich dafür schämte. Schämte dafür, als traumatisierte Tochter eines Alkoholikers mich ausgerechnet in einen Suchtkranken zu verlieben. Wider besseren Wissens. Wider der Vernunft.
Ungeachtet dessen, dass es selbstzerstörerisch ist.
Ich kann dir nicht einmal den Vorwurf machen, dass du mich nicht vor dir gewarnt hast.
Das machte dich doppelt reizvoll. Ich habe ihn gesucht, den Nerventhrill - den Gegenpart zu meinem vernunftgesteuerten verantwortungsvollen Leben als alleinerziehende Mutter und Mutter Teresa der Kranken und Bedürftigen im Pflegeheim.
Es war wie eine Ferrarifahrt auf der Autobahn, mit halbgeöffneter Tür und bremsendem Fuß auf der Fahrbahn.
Sprühende Funken und Schmauchspuren.
Fatalerweise wurde aus dem Reiz des Tabus echte Zuneigung. Beiderseits.
Liebe.
Und die Falle schnappte zu.
Der Rest ist ein Selbstläufer: Was du liebst, willst du beschützen. Immer wieder genährt von in diesem Moment ehrlich gemeinten Versprechungen es "schaffen zu wollen".
Der Verstand weiss, dass es ein unmögliches Unterfangen ist.
Das dumme Herz nicht.
Die Schocksituationen, die ich mit dir erlebt habe, werde ich nicht niederschreiben.
Sie lassen beim Schreiben meine Hände zittern.
Die Tatsache festzuhalten, dass es dich in meinem Leben gibt und du mich wohl noch einige Zeit gefühlsmäßig begleiten wirst, war mir ein Anliegen.  

.... Und dann entdecke ich bei FB beim Rebellen einen Song, den ich mir in Endlosschleife und voller Dröhnung über Kopfhörer gebe.
Can`t be touched ....  Ich kann nicht mehr berührt werden.
Und ich trage ihn wie eine Verheissung und einen Schutzwall vor mir her.



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